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20.02.2013, 13:13 Uhr
Landesregierung gefährdet Ausbildung bei uns in Langenfeld
Die Ankündigung der Landesregierung, den Landeszuschuss für die Ausbildung der Pharmazeutisch-Technischen-Assistenten/Innen ersatzlos zu streichen erhitzt derzeit die Gemüter, auch hier in Langenfeld. Bisher hat sich das Land mit einem Anteil von rund 25 Prozent an den Kosten der insgesamt 15 PTA-Lehranstalten in NRW beteiligt und will diese nun komplett streichen.
In Minden wurde die PTA-Schule bereits geschlossen, auch der Hagener Ausbildungsstandort steht vor dem Aus. Die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung Langenfeld wehrt sich nun gegen diesen Angriff gegen die Ausbildungsplätze der Kinder. Hans-Dieter Clauser, Vorsitzender der MIT Langenfeld: "Wir fürchten, dass bei fehlender Unterstützung des Landes früher oder später auch Arbeitsplätze bei uns verloren gehen und lange Anreisewege für die Azubis entstehen. Die Ankündigung des Finanzierungsstopps ist nicht nachvollziehbar, weil diese Landesregierung immer behauptet, sich das Thema Bildung und Ausbildung groß auf die Fahnen geschrieben zu haben."


"Leider erleben wir nun das Gegenteil", so Clauser weiter. Eine Verschärfung des Fachkräftemangels in diesem Bereich, der wichtig ist für die Sicherheit und den Verbraucherschutz im Arzneimittelbereich, wird billigend in Kauf genommen. Ein Beruf im dualen Ausbildungssystem gefährdet. Berufliche Ausbildung scheint weniger förderungswürdig zu sein als akademische.


"Natürlich kann es auch Einsparungen bei der Ausbildung von PTAs geben, diese dürfen aber nicht die Ausbildungsstrukturen eines ganzen Berufstandes, Ausbildungsplätze und Chancen für unsere Kinder hier in Langenfeld von heute auf morgen vernichten."