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21.01.2013, 13:19 Uhr
"Genau lesen, was man unterschreibt"
Da haben sich die Parteien im Rat der Stadt Langenfeld fast jahrelang mit dem Thema neue Schule beschäftigt und vor Weihnachten war die CDU froh, die wirklich für die Schüler beste Lösung gefunden zu haben – den Neubau einer Gesamtschule auf dem Gelände der Felix-Metzmacher Schule.
Sämtliche Anregungen von außen wurden aufgenommen und in das Konzept ein gepflegt. Dazu gehört auch, dass Fassadenelemente der alten Schule und der Turm in den Neubau integriert wurden. Über den Vorstoß der Bürgerinitiative, jetzt das gesamte Gebäude zu erhalten, kann der Parteivorsitzende der CDU Langenfeld Hans-Georg Jansen nun aber nur den Kopf schütteln. „Solche Forderungen kann man nur stellen, wenn man nicht genügend Fachwissen hat und für die Folgen selbst nicht aufkommen muss – nämlich deutlich höhere Kosten.“


Für die CDU war es immer wichtig, eine Lösung für die Schülerinnen und Schüler zu finden. Große und lichtdurchflutete Klassenräume, moderne Fachräume, Aufenthaltsmöglichkeiten für den Ganztag, behindertengerechte Einrichtungen und vor allem ein Konzept der kurzen Wege.


Die CDU fragt daher ganz offen, ob wir unseren Kindern ein Schulgebäude zumuten wollen, dessen Baustruktur über 100 Jahre alt und wirtschaftlich nicht mehr erhaltenswert ist mit kleinen Klassen und dicken Wänden. „Ich ziehe dem Kind doch nicht das muffige Kleid von Oma an, nur weil ich es vor Jahrzehnten mal schick fand“ vergleicht hier Hans-Georg Jansen treffend das Ansinnen der Bürgerinitiative. Und für den Vorschlag mit einem Neubau auf der grünen Wiese kann Jansen überhaupt kein Verständnis aufbringen. Aus Sicht der CDU kann man eine solche Idee nur verfolgen, wenn man selbst keine Verantwortung für die millionenschweren Mehrkosten übernehmen muss, mal abgesehen von den weiten Wegen und der Fläche, die derzeit gar nicht zur Verfügung steht.


Es kommt schon nicht so oft vor, dass nahezu alle Fraktionen im Rat einem Projekt gemeinsam mit voller Überzeugung zustimmen. Alleine diese Tatsache zeigt, wie sehr sich alle mit dem Thema beschäftigt haben, um die beste Lösung für Langenfeld unter wirtschaftlichen und für die Schüler unter schulischen Gesichtspunkten zu finden. Einzig die BGL hat sich hier ausgeklinkt und das Projekt nicht mitgetragen. Hier übt aber die CDU Nachsicht, liegt das wohl an dem Umstand, dass die Vertreter der BGL nicht an allen Informationsveranstaltungen teilgenommen haben. Ohne das nötige Fachwissen kann man nun einmal keine richtigen Entscheidungen treffen.


Das Bürgerbegehren ist ein demokratisches Grundrecht, daher fordert der CDU-Vorsitzende Hans-Georg Jansen die Langenfelder Bürger auf: „Schauen Sie genau hin, bevor Sie den Kuli zücken und lesen Sie den Text auf der Unterschriftenliste sorgfältig durch! Denken Sie an die Kinder und unsere Stadt! Und dann … unterschreiben Sie nicht!“.