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21.01.2013, 13:27 Uhr
"Nicht mit falschen Federn schmücken"
Sehr verwundert reagiert die CDU-Fraktion in Langenfeld auf die Pressemitteilung der SPD, in der man sich selbst für einen Antrag und deren Durchsetzung lobt. Es ging im Sozialausschuss vergangen Mittwoch um die Einrichtung eines runden Tisches zum Thema „preiswertes Wohnen in Langenfeld“. Ja, hier wurde dem SPD-Antrag von allen Seiten zugestimmt. Das Thema ist aber in Wirklichkeit viel älter und trägt die Handschrift der CDU.
Anträge sind seitens der CDU bereits im Mai 2012 gestellt worden, um von der Stadt ausreichend Informationen zu erhalten, wie sich die Mietpreissituation verhält. Dem wurde zugestimmt und die Stadt hat an Zahlen gearbeitet. Ein weiterer Antrag wurde dann zur letzten Ratssitzung des Vorjahres gestellt. Zeitgleich kam ein ähnlich lautender Antrag von der SPD. Das ist aus Sicht der CDU sogar begrüßenswert, denn die Rahmenbedingungen für Sozialen Wohnungsbau und auch günstigere Mietpreise kann Langenfeld alleine gar nicht verändern. Dieses Problem haben alle Städte im Umkreis und hier muss mit dem Land gesprochen werden. Daher war das Ziel von vorneherein ein Schulterschluss und gemeinsame Arbeit aller Fraktionen, da die Ansprechpartner in Düsseldorf sitzen.


Wenn sich aber die SPD selbst auf die Schulter klopft für die Einrichtung eines runden Tisches, dann ist die Grenze politischer Fairness weit überschritten. Rolf Kamp, CDU Ratsherr im Sozialausschuss: „Wie weit ist es um die SPD geschehen, wenn man sich so mit fremden Federn schmückt. Unseren weitergehenden und früher formulierten Antrag haben wir in das Gesamtthema integriert und der SPD immer eine Zusammenarbeit zu signalisieren. Das Selbstlob ist hier ganz schlechter Stil“.


Die Aufgaben für die Zukunft bezahlbaren Wohnraum in Langenfeld zu schaffen will die CDU trotz des Störfeuers nicht aus den Augen verlieren. Nur liegt hier der Arbeitsbereich außerhalb Langenfelds beim Land und dort kann man nur gemeinsam auftreten, wenn man etwas erreichen will. Rolf Kamp zum Abschluss: „Wenn die SPD zu Ende gefeiert hat, würden wir gerne wieder zusammen an der Sache arbeiten“.